Wie die Reparatur alternder Zellen gelingt

Interview mit Dr. G.-U. Brillinger. Unter seiner wissenschaftlichen Leitung werden die Organsubstanzen für das Bio-Facelifting getestet. (Sonderdruck aus BIO SPEZIAL EXTRA Nr. 3)

BIO: Als wissenschaftlicher Leiter des pharmazeutischen Unternehmens, das die Organsubstanzen für das Bio-Facelifting herstellt, können Sie uns sicher näher erklären, worauf die verjüngende, regenerierende Wirkung beruht?

Dr. Brillinger: Die Hautzellen unterliegen einem Alterungsprozeß. Dieser zeigt sich darin, dass sie nicht mehr in der Lage sind, z.B. die notwendige Anzahl von Molekülen zu bilden, die wie Kollagen für die Wassereinlagerung und die daraus resultierende Elastizität notwendig sind. Der Grund liegt darin, dass die dafür in den Hautzellen vorhandene Infomation fehlerhaft umgesetzt wird.

Derartige Fehler sind altersbedingt, können jedoch auch bei jugendlicher Haut auftreten, die entsprechenden Umweltbedingungen wie starker Strahlenbelastung ausgesetzt ist. Zur Korrektur der fehlerhaften Information besitzen die Zellen ein Reparatursystem, dessen Funktionalität jedoch im Alter abnimmt.

Durch die beim Bio-Facelifting eingesetzten Arzneimittel wird die natürliche Reparatur der Zellen wieder angeregt und so auch gleichzeitig die Lebensspanne der Zellen verlängert, denn nicht funktionierende Zellen sterben ab. Diese gelungene Reparatur zeigt sich darin, dass nun wieder und vermehrt Substanzen wie körpereigenes Kollagen gebildet werden.

BIO: Wie kam man eigentlich darauf, derartige Präparate auch für kosmetische Zwecke einzusetzen?

Dr. Brillinger: Der Alterungsprozeß der menschlichen Zellen ist in erster Linie ein medizinisches Problem, denn viele Krankheiten erklären sich daraus. Die geschädigte Haut war deshalb die medizinische Indikation für den Einsatz der Präparate - die kosmetische verjüngende Wirkung gewissermaßen die Dreingabe.

BIO: Nach den positiven Erfahrungen, die viele Ärzte und Heilpraktiker in ihrer Praxis mit diesem biologischen Lifting gemacht haben, handelt es sich doch im Grunde um eine revolutionäre Methode, die sehr viel mehr bekannt sein müsste? Woran liegt es, dass man in der Öffentlichkeit nur wenig darüber weiß?

Dr. Brillinger: Die Firma vitOrgan ist heute ein mittelgroßes Arzneimittelunternehmen, das sich seit seiner Gründung vor über 40 Jahren der biologischen Medizin verschrieben hat. Viele Jahre wurde diese Therapierichtung bekämpft, dann belacht, um heute stillschweigend akzeptiert zu werden. Diese Aufbauphase hat sehr viel Kraft und Engagement gekostet, sodaß zwangsläufig manche Anwendungsgebiete nicht die Unterstützung erhielten, die für die weitere Verbreitung in der Öffentlichkeit notwendig ist.

BIO: Kompikationen, wie sie ja nicht selten bei operativen Schönheitsbehandlungen auftreten, sind bei diesem Verfahren ausgeschlossen. Gibt es dennoch Personen, denen man davon abraten sollte?

Dr. Brillinger: Eigentlich nicht! Jedoch sollte man darauf hinweisen, dass diese Therapie auch kein Jungbrunnen à la Lucas Cranach ist, das heißt aus einer 80jährigen wieder eine 18jährige machen kann.

BIO: Wie sehen Sie die Möglichkeiten dieses Bio-Faceliftings für die Zukunft?

Dr. Brillinger: Der ganz große Durchbruch für das Bio-Facelifting wird sicher dann kommen, wenn es uns gelingt, die Wirkstoffe, z.B. durch Iontophorese , also ohne Spritzen an die Zielzelle zu bringen. (= Einschleusen der Wirkstoffe durch die unverletzte Haut).

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